Manche Camper buchen Monate im Voraus. Gitte und Roger machen es am liebsten andersherum. Mit ihrem Land Rover Defender 90, einem Uncharted Offroad-Anhänger und dem Koala Creek Teide 160 fahren sie in der Vorsaison los, wenn die Campingplätze noch ruhig sind und sie jeden Morgen neu entscheiden können, wohin sie fahren. Bleibt das Wetter irgendwo schlecht? Einpacken und weiterfahren. So zogen sie in den letzten Jahren von Luxemburg und den Ardennen bis tief nach Frankreich und Spanien, mit zwei Hunden, die immer mit auf Reisen gehen.
Eine Kombination, die überall Blicke auf sich zieht
Die Wahl des Teide 160 war schnell getroffen. Roger ist 2,00 Meter groß und das Bett des Teide misst 2,40 Meter, sodass dieser Platz kein überflüssiger Luxus war. Mindestens genauso wichtig war das vollständig geschlossene Unterzelt: Dort schlafen ihre beiden Hunde, und da der Boden komplett geschlossen ist, kann niemand heimlich entwischen. Das Zelt steht nicht auf dem Auto, sondern auf dem Offroad-Anhänger hinter dem Defender, und diese Kombination erweist sich als Blickfang. „Wir haben enorm viel Aufmerksamkeit erregt“, erzählt Gitte. Regelmäßig fragten Leute, ob sie ein Foto vom gesamten Setup machen dürften. Ein 4×4 mit Offroad-Anhänger ist für viele Menschen offenbar ein Traumbild.
Von einem Wochenendausflug zu drei Wochen im Süden
Am Anfang lag das Zelt noch einfach auf dem Auto. Damit verbrachten sie zwei Wochenenden, während der Offroad-Anhänger aus Spanien unterwegs war. Sobald er da war, zog das Zelt auf den Anhänger um. Letztes Jahr blieb es bei einem langen Wochenende in Luxemburg und einem langen Wochenende in Frankreich, aber dieses Jahr wurde es ernst: drei Wochen durch Frankreich und Spanien.
Die Nacht des entlaufenen Hundes
Einen Moment werden sie nie vergessen. Eines Abends musste Gitte noch etwas aus dem Anhänger holen. Was sie nicht bemerkte: Einer der Hunde war im Dunkeln aus seinem Korb gekrochen, durch die Hintertür geschlüpft und hatte sich unter den Anhänger gelegt. Mitten in der Nacht wachte das Tier auf und begann zu bellen. „Ich schaute nach unten und vermisste plötzlich einen Hund, obwohl doch alles geschlossen war.“ Schnell nach unten geklettert, den Reißverschluss vorne geöffnet, und der Hund kam sofort wieder herein. Erschrecken und Lachen zugleich.
Regen in der Dordogne, Wind in den Bergen
Neunmal haben sie das Zelt in diesem Urlaub auf- und abgebaut, und das war wirklich eine Lernkurve. Das Wetter spielte nicht immer mit. In der Dordogne gab es starken Regen, also packten sie alles ein und fuhren in trockenere Gefilde weiter. Und genau wie man es sich wünscht: Das Dachzelt wurde nass geschlossen, blieb aber innen trocken. Eine Nacht in Frankreich bekamen sie den Mistral ab, ziemlich heftig, aber das Zelt hielt hervorragend stand.
Herrlich schlafen, auf ihre eigene Art
Die Matratze im Dachzelt ist angenehm fest. Gitte und Roger schlafen selbst gerne etwas weicher, und diese feste Matratze erweist sich als hervorragende Basis dafür: Sie legen eine dünne Luftmatratze als Topper darauf. Diese pumpen sie mit einem kleinen Staubsauger auf und wieder ab, und sie bleibt einfach im Zelt liegen. Seitdem schlafen sie herrlich.
Wohin der Wind sie trägt
Berge oder Meer, beides machen sie. Was sie vor allem auszeichnet, ist die Flexibilität: Indem sie in der Vorsaison reisen, behalten sie die Zügel in der Hand. Nächstes Jahr lockt vielleicht der Nordwesten Spaniens, obwohl alles vom Wetter abhängt. Sie werden sehen, wohin der Wind sie trägt.
